Frischer Wind für Goldbergs Bücherei

GOLDBERG – In den Kommunen sind die Kassen leer. Freiwillige Leistungen der Dörfer und Städte stehen damit zunehmend auf der Kippe. Auch für Goldbergs Stadtbibliothek hätte die angespannte Haushaltslage das Aus bedeuten können. „Die Einwohner werden nicht mehr und auch bei uns gibt es Sparzwänge“, verdeutlicht Bürgermeister Peer Grützmacher. Als nun die bisherige Bibliotheksleiterin in Rente ging, war die Einstellung einer neuen Kraft aus finanzieller Sicht undenkbar.

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Sie wollen Goldbergs Bibliothek wiederbeleben: Kerstin Koch, Heike Stuke, Edeltraut Kinzel, Hans-Jürgen Hampel, Christiane Jahn und Marga Hocke (v.l.). Antje Bernstein

Doch aufgeben will die Stadt die Leseoase nicht. Stattdessen suchte man nach engagierten Bürgern, die sich für den Fortbestand einsetzen möchten. „Wir vom Seniorenbeirat haben die Möglichkeit vom Rat der Stadt erhalten, die Bibliothek ehrenamtlich zu übernehmen“, sagt Hans-Jürgen Hampel, stellvertretender Seniorenbeiratsvorsitzender. Mit einer Gruppe Freiwilliger will er die Geschicke der Bibliothek nicht nur übernehmen, sondern auch frischen Wind in die Räumlichkeiten bringen. Erste Ideen gibt es bereits. Wenn die Bücherei am 2. September wiedereröffnet wird, soll die Ausleihe verschiedenster Medien kostenlos sein. „Wir gehen davon aus, dass die Resonanz dann größer wird“, sagt Hampel. In der Vergangenheit waren die Bibliotheksnutzer immer weniger geworden. Auch, weil die Leihgebühren Interessenten abschreckten, sagt Hampel. Das soll sich nun ändern. „Wir können ohnehin kein Geld für die Entleihungen nehmen, denn wir sind ja kein Verein“, erklärt der stellvertretende Seniorenbeiratsvorsitzende. Um trotzdem den bisher etwa 10 000 Bücher umfassenden Bibliotheksbestand aktuell zu halten, steuert die Stadt jährlich Geld bei. Geführt wird die Bibliothek aber fortan von einer Gruppe Ehrenamtler. Und die will nicht nur mit der kostenlosen Ausleihe dafür sorgen, dass die Bücherei wieder attraktiver für die Goldberger wird. „Ins Gespräch kommt man nur, wenn man etwas Neues macht“, sagt Heike Stuke. Sie und weitere Helfer wollen daher ein Lesecafé einrichten, um so einen Ort der Kommunikation zu schaffen. „Es geht erstmal darum, die Menschen hierher zu bringen und an die Bücherei heranzuführen“, sagt Stuke. Mit Lesungen, Bücherpräsentationen und zwanglosen Lesekreisen soll dies gelingen.

Zu einem weiteren Austausch über denkbare Projekte will sich die Ehrenamtsgruppe am 30. August ab 18 Uhr in der Bibliothek treffen. Wer hier noch seine Ideen einbringen möchte, ist herzlich willkommen, bevor das Team am 2. August mit der Wiedereröffnung durchstarten möchte. Zum Auftakt für die neue Bücherei-Ära konnte ein spezieller Gast gewonnen werden: Dr. André Brie (Die Linke) wird bei einer Lesung in Goldberg gastieren. Nach jetzigem Stand soll die Bibliothek dann fortan immer montags und donnerstags in der Zeit von 15 bis 17 Uhr geöffnet sein.

Quelle: SVZ

Bild des Tages: Das Rathaus

Das Foto zeigt einen Teil der Langen Straße mit dem Rathaus im Vordergrund. Die Neugestaltung des Rathausumfeldes ist eine der in der nahen Zukunft  geplanten Baumaßnahmen. Die rechtsseitig stehende Halle ist das derzeit umstrittendste Gebäude in der Stadt und bremst die weitere Planung des Rathausumfeldes aus.

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Das Goldberger Rarhaus

Solartechnik macht es Feuerwehrleuten schwer

Schwerin (dpa/mv) – Sonnenstrom mit Schattenseite: Solarmodule auf Dächern machen Feuerwehrleuten im Brandfall das Löschen schwer. Bei einem Feuer im Dachstuhl kämen sie nicht mehr so einfach an den Brandherd heran, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesbrandmeister Heino Kalkschies der dpa. «Bei einem normalen Dach nehmen wir die Ziegel ab oder schneiden die Teerpappe auf», erläuterte er. Bei Solarmodulen aus Glas gehe das nicht. Man könne sie auch nicht betreten, da sie zerbrechen. Zudem speicherten sie Strom, so dass selbst bei einer ausgeschalteten Photovoltaikanlage die Gefahr eines elektrischen Schlages bestehe. Zudem ist Kalkschies zufolge oft gar nicht erkennbar, ob der Dachstuhl oder die Solartechnik selbst brennt. Der Bundesfeuerwehrverband bemühe sich daher, mit den Herstellern Lösungen für die Probleme zu finden.

Bundesweit gibt es nach Angaben des Bundesverbandes der Solarwirtschaft (BSW) etwa eine halbe Millionen Photovoltaikanlagen, 90 Prozent davon sind auf Dächern installiert. In Mecklenburg- Vorpommern halten einer Studie des BSW zufolge zwei Drittel der Hausbesitzer Solaranlagen für eine lohnenswerte Investition. In den vergangenen Jahren hat sich die im Land installierte Leistung nach Angaben des Wirtschaftsministeriums von 8 Gigawattstunden 2005 auf 28 Gigawattstunden 2008 mehr als verdreifacht. Bis 2020 rechnen Experten mit einem Potenzial von 150 Gigawattstunden im Land.

Quelle: SVZ

Edelkrebs wird in Mecklenburg nachgezüchtet

Basthorst (dpa/mv) – Der vom amerikanischen Artgenossen seit Ende des 19. Jahrhunderts fast verdrängte europäische Edelkrebs soll in Mecklenburg-Vorpommern wieder angesiedelt werden. Heimische Flusskrebse waren früher ein Arme-Leute-Essen und bis in die 1970-er Jahre noch häufig zu finden. Mittlerweile seien sie in deutschen Binnengewässern nahezu ausgestorben, sagt der Basthorster Züchter Steffen Teufel. In seinem Krebsgarten bei Crivitz (Kreis Parchim) gehen die Edelkrebse in ihren sechsten Sommer. Abnehmer sind Teichbesitzer und Gourmetköche. Künftig sollen die edlen Krustentiere im Sternberger Seenland ausgesetzt werden.

Quelle: SVZ

König der Lüfte grausam verletzt

KLÄDEN/GÜSTROW – Ein scheinbar flugunfähiger Vogel fällt einem Kraftfahrer in Qualitz im Landkreis Güstrow am Ortsausgang in Richtung Klein Raden ins Auge. Halb verhungert hockt das braune Federvieh mit gelben Schnabel im Straßengraben und bewegte sich nur auf den Flügelspitzen hüpfend vorwärts. Beim genauen Anblick stellt sich heraus, dass ein junger Seeadler offenbar aufgrund einer schweren Verletzung nicht mehr fliegen kann. Womöglich ist der König der Lüfte überfahren worden. Der Mann informiert darufhin die Behörden im Landkreis Güstrow. Dort wird entschieden, das Tier vorerst in die SOS-Station für verletzte und verwaiste Wildtiere nach Kläden zu bringen.

Heinz Kriesel, der die Station betreut, fuhr sofort zum Fundort und fängt das Tier ein. Bei einer Untersuchung in Kläden wurden erschreckende Verletzungen festgestellt, die sich das Tier nicht selbst, sondern ihm ein Mensch zugefügt haben muss.
„Sämtliche Flügelfedern wurden rausgerissen, ebenso ein großer Teil der Stoßfedern am Schwanz. Außerdem wurde der Vogel an seinen Flügeln teilamputiert“, berichtet Kriesel. Doch noch immer nicht genug der Qualen: Der König der Lüfte, so vermutet der Experten, muss wie ein Hund an der Leine am Boden gehalten worden sein. „Das lassen die Verletzungen am Hüftgelenk und am rechten Ständer erahnen“, sagt Kriesel schockiert.
Der Amtstierarzt des Landkreises Güstrow Dr. Christoph Küsters, der sich nach Abstimmung mit seiner Parchimer Kollegin Grit Zander das Tier in Kläden begutachtete, ist empört. „Das Menschen dazu fähig sind, ist unbegreiflich“, empört sich Dr. Küsters.
Zurzeit muss der Seeadler noch zwangsernährt werden, damit er wieder zu Kräften kommt. Sollten die Federn ausgerissen worden sein, als das Tier in der Mauser war, bestehe eine minimale Hoffnung, dass sich der Adler erholt.

Nach Abstimmung mit dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) und der Oberen Naturschutzbehörde hat die Untere Naturschutzbehörde in Güstrow Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft in Rostock gestellt.
Die Verantwortlichen im Landkreis mutmaßen derweilen wie der Vogel in Menschenhand kommen konnte. Vor zwei Jahren soll es im Raum Nordwestmecklenburg und Bad Doberan zu Plünderungen in Adlerhorsten gekommen sein. Ob davon das in Qualitz aufgefundene Tier stammt, lässt sich kaum beweisen.

Aber vielleicht haben Bürger Beobachtungen gemacht und können nun Hinweise geben, die dazu beitragen, die Herkunft des Tieres festzustellen. Sachdienliche Zeugen werden gebeten, sich bei der Naturschutzbehörde ihrer Landkreise oder bei den Amtstierärzten in Parchim oder Güstrow umgehend zu melden.

Quelle:  SVZ

Willkommen oder nicht?

Schon bei dieser simplen Frage gerät man hier in Goldberg in Erklärungsnot.

Ganz offiziell ist hier wohl jeder gern gesehen der mit lauteren Absichten kommt und vielleicht auch noch ein paar Euros für Speisen und Getränke oder bei einem Besuch im Heimatmuseum locker macht. Letztendlich kommen diese dann ja auch auf Umwegen der Stadtkasse und so unserer Stadt zu gute.

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Willkommen in Goldberg

Nur kommen Gäste und Urlauber nicht von allein.
Viele Goldberger interessiert es überhaupt nicht was hier passiert, einige andere wissen sich durch große Worte vorn an zu stellen und wieder andere Einwohner handeln einfach – zum Wohle unserer Stadt. Und genau dieses kleine Häufchen von Goldbergern sind für mich die „Gastgeber“, aus deren Munde ein Herzlich Willkommen ehrlich gemeint ist.