Erste Schritte Richtung Bioenergiedorf

GALLIN – Noch in diesem Jahr sollen in Mecklenburg-Vorpommern 50 kleine Städte und Gemeinden auf den Weg zu Bioenergiedörfern gebracht werden. Sie wollen unter anderem auf Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien umsteigen. Es geht um Windenergie, Solarzellen und Biogasanlagen. Mit dabei sein will auch Gallin. „Der Prozess hat jetzt angefangen“, sagt Bürgermeister Holger Klukas. Das kleine Dorf soll beispielsweise künftig mit in der Gemeinde hergestellter Wärme versorgt werden. „Die Rohstoffe dafür wachsen bei uns. Warum soll dann nicht auch das Geld bei uns bleiben“, so Klukas. Die besten Voraussetzungen dafür bringt das Dorf bereits mit: Eine Biogasanlage ist im Ort schon vorhanden, es fehlen lediglich Leitungen und Hausanschlüsse. „Der Aufwand ist also relativ gering und auch nicht sehr kostenintensiv“, sagt Klukas.

Die Galliner wurden nun über das Vorhaben informiert und stehen ihm grundsätzlich nicht abgeneigt gegenüber, berichtet der Bürgermeister. In ihren Häusern soll künftig eine schuhkartongroße Übergabestation die bisherige Heizung ersetzen. Voraussetzung dafür: Alle Bürger, Energieerzeuger und die Kommune müssen für das Projekt sein, sagt Klukas. Noch aber steckt das Projekt in den Kinderschuhen. Der Bauausschuss der Gemeinde wird gemeinsam mit einem Ingenieurbüro einen Fragebogen entwickeln, um den Ist-Zustand in Gallin zu ermitteln. Dies soll Grundlage einer später folgende Machbarkeitsstudie sein, die mittels Fördergeldern realisiert werden soll. „Wer weiß, wie lange wir die noch bekommen. Also müssen wir schnell handeln“, sagt Klukas.

Beim Konzept „Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern – Chancen für den ländlichen Raum durch Wertschöpfung und Teilhabe“ handelt es sich um eine landesweite Initiative der Akademie für nachhaltige Entwicklung, deren Ziel es ist, kleine Städte und Gemeinden in MV auf den Weg zu einer nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Energien zu bringen.

Quelle: SVZ

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