Dicke Luft an der Gischower Baustelle

GISCHOW – Diese Baustelle sorgt für Zündstoff: Die Straßensanierung in Gischow erhitzt die Gemüter der Anwohner. „Wir sind alle pappesatt“, moniert ein Gischower. Seit Tagen schon kommen weder er noch seine Nachbarn auf die Grundstücke, müssen ihre Autos anderweitig parken. Das seien katastrophale Zustände, macht er seinem Ärger weiter Luft. „Absprachen werden nicht eingehalten, Zufahrten zu den Grundstücken werden ohne Ankündigung aufgebaggert. Es ist für kleine Kinder und ältere Leute ein Zumutung, durch diese Baugrube in die Wohnungen zu gelangen. Auf der Einwohnerversammlung wurde die Zufahrt zu den Grundstücken zugesagt.“, sagt der aufgebrachte Herr. Er bemängelt zudem fehlende Warnlampen und -bänder.

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Zu ihren Grundstücken haben die Gischower derzeit keine Zufahrt

Zu den Vorwürfen möchte sich die bauausführende Firma nicht äußern. Gudrun Stein, Verwaltungschefin im Amt Eldenburg Lübz, versucht zu schlichten. „Es wird versucht, die Zufahrten zu den Grundstücken so lange es irgendwie geht offen zu halten, aber sobald wie jetzt ausgekoffert wird, ist das nicht möglich. Dass das eine Belastung für die Bürger ist, müssen wir nicht diskutieren“, so Stein. Sie hofft auf das Verständnis der Gischower für die im Bauablauf nötigen Vollsperrungen und die damit einhergehenden Unannehmlichkeiten.

Seit Mai diesen Jahres wird in Gischow die Hauptstraße saniert. Kostenpunkt: etwa 960000 Euro. Ein Großteil wird vom Landkreis Parchim finanziert. „Wir sind glücklich, dass wir ihn nach langem Kämpfen mit ins Boot holen konnten“, sagt Gudrun Stein. Der Kreis ist neben dem Eigenbetrieb Abwasser der Stadt Lübz sowie der Gemeinde dritter Bauherr.

Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten – so die Witterung mitspielt – abgeschlossen sein.

Quelle: SVZ

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